8-7 zeigte das Ergebnis auf der Anzeigetafel an, als 60 Minuten gespielt waren. Doch die Minustemperaturen in der Spaichinger RVS-Arena machten allen Beteiligten über die komplette Spielzeit schwer zu schaffen. Beide Mannschaften waren personell stark dezimiert und wurden verstärkt durch Spieler der Reserve- und Juniorenmannschaften. Trotz der schweren Umstände zeigten die Teams aus Spaichingen und Freiburg im 1. Spiel des Jahres einige tolle Spielzüge und eine hohe Laufbereitschaft. Der Spaichinger Stürmer Philipp Butz nach dem Spiel: "Das Spiel gegen die Beasts war eine gute Vorbereitung für uns, trotz des Ergebnis liegt noch viel Arbeit vor uns, vor allem in der Defensive müssen wir uns noch stark verbessern." Bereits am kommenden Samstag steht das nächste Vorbereitungsspiel an. Die Badgers sind zu Gast beim aktuellen Deutschen Meister TV Augsburg.
Tore: Philipp Butz (2), Raphael Schlenker (2), Jochen Mandel (2), Elias Butz (2)
Die Winterpause ist vorbei, das Warten hat ein Ende. Nachdem der Abstieg aus dem Oberhaus im letzten Jahr nicht verhindert werden konnte, ist das Saisonziel eindeutig definiert: Wiederaufstieg in die 1. Inline-Skaterhockey Bundesliga. Das Ziel hat man fest im Visier, doch der Weg ist lang und schwer. Nachdem nicht nur die Spaichinger den Weg in die 2. Liga Süd antreten mussten sondern auch Freiburg, Atting und Schwabmünchen, ist die Liga gespickt mit potentiellen Meisterschaftskandidaten. Doch bei den Spaichingern hat sich einiges verändert um dieses Ziel zu erreichen. Richard Trojan, legte nach Saisonende sein Traineramt nieder. „Ich hatte hier 5 tolle Jahre, nachdem Abstieg in Liga 2 wird es aber Zeit für eine Veränderung,“ nannte der ehemalige DEL-Profi den Grund für seinen Abgang.
Der wohl größte Erfolg in der Trojan-Ära war der Aufstieg in die 1. Bundesliga im Jahr 2008. Ein Triumph der im diesen Jahr wiederholt werden soll und das unter der Leitung des neuen Trainer-Duos des RV-Spaichingen: Martin Huber und Manuel Jost. Gemeinsam starten Sie einen Neuanfang und möchten mit ihrer Erfahrung und Zielstrebigkeit frischen Wind in die Abteilung Skaterhockey bringen. Beide streiften bereits das Badgers Trikot in der Vergangenheit über. Der erst 26-jährige Martin Huber hütete in seiner Karriere 117 Mal das Tor der Badgers und ist somit ein erfahrerner Mann in der Skaterhockey-Szene. Auch sein Assistent, Manuel Jost, der schon im letzten Jahr Trainer der Herren 2 war, kann trotz seiner jungen Trainerkarriere auf einen großen Erfahrungssschatz zurückgreifen. Der ehemalige Verteidiger ist bereits seit mehreren Jahren Mitglied der Herrenteams des RVS. Beide haben nun die Aufgabe in den kommenden Wochen eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen. Über den Zeitraum der Vorbereitung bestellten die Trainer die „Cracks“ beider Herrenmannschaften zu den anstrengenden Trainingseinheiten. „Somit geben wir allen Aktiven eine Chance sich für die 1. Mannschaft zu empfehlen, vor allem die jungen Spieler hängen sich voll ins Zeug und üben Druck auf den Rest der Mannschaft aus. Es entsteht ein gesunder Konkurrenzkampf, alle geben Vollgas im Training. Bisher bin ich sehr zufrieden!“ meinte Co-Trainer Manuel Jost. Nach den ersten schweißtreibenden Trainingseinheiten steht in der heimischen RVS-Arena am kommenden Samstag, den 4. Februar um 18.00 Uhr das erste Vorbereitungsspiel der kommenden Saison an. Gegner ist der Ligakonkurrent und ebenfalls Zweitliga-Neuling Freiburg Beasts. Weitere Spiele gegen den amtierenden deutschen Meister Augsburg und ein Rückspiel in Freiburg sind bereits in der Planung. Auch zum ersten Rundenspiel der neuen Saison sind die Badgers am 10. März 2012 zu Gast bei den Freiburg Beasts. Auf ein weiteres Highlight dürfen sich die Zuschauer der Badgers freuen: das Derby gegen die Hotdogs aus Bräunlingen, was sicherlich eine ganz besondere Brisanz mit sich bringen wird. Packende Spiele, tolle Stimmung und jede Menge Spannung sind auch in diesem Jahr sicherlich garantiert. Ob es am Ende zum ganz großen Coup reicht, bleibt abzuwarten, doch die Veränderung auf und außerhalb des Feldes werden nach der Meinung beider Übungsleiter zum Erfolg beitragen.
Coach Martin Huber und sein Assistent Manuel Jost
„Wir zeigen heute gerne, was wir im Training gelernt haben“, sagt Sylvia Wißmann, Trainerin und Abteilungsleiterin der Einradabteilung. Speziell einstudiert habe man für den Winterzauber nichts, doch allein das Trainingsprogramm begeistert am Freitagabend das Publikum, das zum großen Teil aus stolzen Vätern, Müttern und Großeltern besteht. Egal ob die jüngsten Einradkünstler auf den kleineren oder die älteren Mädchen auf den großen Einrädern, die Zuschauer staunen ob des Dargebotenen nicht schlecht. Zeitweise vergessen sie dabei sogar die Minusgrade in der eiskalten Arena.
Ein weiterer Grund zur Freude ist gestern eine Premierenfeier, denn zum ersten Mal wird die neue Küche in der RVS-Arena genutzt. „Gestern früh erst ist hier alles fertig geworden. Wir können also schon heute erste Erfahrungen sammeln“, freut sich Matthias Eckert, Abteilungsleiter bei den Badgers. Den ersten Härtetest meistert die neue „gute Stube“ in der RVS-Arena gestern mit Bravour: Glühwein, Punsch, Grillwurst oder Rote, für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Nachdem die Einradgruppe die Hallenfläche verlassen hat, startet dann das große Rennen. Jeder, der Rollen unter den Füßen hat, darf mitmachen. Jungs auf ihren Inlineskates düsen vorwärts wie rückwärts durch die Reihen, die Einradmädchen fahren Hand in Hand und eine junge Frau lässt es auf ihren Rollschuhen eher gemächlich angehen. Dazwischen hangelt sich eine kleine „Eisprinzessin“ Meter um Meter an der Bande entlang – es scheinen ihre ersten Schritte auf Rollen zu sein.
Mit einer bunten Mischung beschließt der RV Spaichingen somit das Jahr. Eine Mischung, die ankommt: „Es ist immer schwierig alle Abteilungen unter einen Hut zu bekommen. Deshalb ist es heute umso schöner, dass wir es geschafft haben. Das Ziel ist heute nicht der Umsatz, sondern das Zusammensein und sich austauschen zu können“, sagt Markus Braun-Zimmerer. Als Abteilungsleiter des RV-Rollsports liegt ihm eines aber natürlich auch noch am Herzen. „Vielleicht schaffen wir es ja, das ein oder andere Kind heute Abend für unseren Sport zu begeistern.“